glück Valerie'z
ſt baute ſchon die Hand der zEntfernteſten. angen, dies zu uch ſeine Hoff⸗ e tiefe Wunde orbereitete, als
hm anſcheinend nter der Maske er hat mir ſo reiſen gedenke. kten düſter auf
„Hat er vill b
iſe, ſich weiß
b
hegrindet,“ fiel 1
t verlobt—
ht verlobt. düſtere Wolle
— 251—
„Müſſen wir das?“ fragte Valerie mit wachſender Erregung. „Müſſen wir in den Abgrund hinunterſpringen, wenn das Schickſal uns an den Rand deſſelben führt? Weshalb dürfen wir nicht verſuchen, eine Brücke zu bauen, die uns ſicher hinüberführt? Vater, wenn Otto geht, dann iſt für mich Alles aus, mein Glück iſt nur an ſeiner Seite.“
„Und ich?“ fragte Michelet, beſtürzt über dieſe wild auf⸗ lodernde Gluth der Leidenſchaft.„Gelte ich Dir nichts mehr?“
„Vergib mir, Vater, wenn ich Dir wehe gethan habe,“ bat das Mädchen mit zitternder Stimme.„Du weißt ja, wie ſehr ich Dich liebe! Aber es iſt doch eine ganz andere, gewaltigere Liebe, die mich an Otto kettet, die mein ganzes Sein mit ihm ſo innig verbindet, daß eine Trennung nicht nur mein Glück, auch mein Leben vernichtend treffen würde.“
„Die Zeit lindert jeden Schmerz, jede Wunde kann vernarben; ſei ſtark, mein Kind, bedenke, daß ich nur Dich habe.“
Valerie ſchüttelte traurig das Köpfchen.
„Das habe ich mir Alles ſchon unzählige Male geſagt, ich habe verſucht, das Bild zu verdrängen, aber wer kann dem Gram gebieten? Ich vermag es nicht, Vater! Ich habe ſogar verſucht, den Undankbaren zu haſſen, aber wie kann ein Herz haſſen, das ganz von Liebe erfüllt iſt? Ich denke, es gibt vielleicht noch einen Weg, der über dieſen Abgrund hinüberführt. Otto iſt nicht verlobt. Er liebt eine junge Dame in ſeiner Vaterſtadt und hat noch nicht gewagt, ihr ſein Herz und ſeine Hand anzubieten. Es iſt eine platoniſche Liebe und er vermuthet nur, daß ſie Erwiderung findet. So hat Otto ſelbſt mir geſagt, eine Tante der jungen Dame correſpondirt mit ihm; von einer gegenſeitigen Verpflichtung, von einem Treueſchwur iſt keine Rede geweſen. Alſo bindet ihn nichts an ſie; wenn ſie mit einem Andern ſich verbindet, ſo hat Otto keine Berechtigung, ihr deshalb einen Vorwurf zu machen. Wie darf er nur ſagen, ſeine Ehre gebiete ihm, meine Liebe zu⸗ rückzuweiſen?“
In Sinnen verſunken, blickte Michelet lange ſchweigend vor ich hin.
„Und wenn das auch iſt, wenn auch kein Gelübde ihn bindet, ſo begreife ich dennoch den Grund, der ihn zwingt, uns zu ver⸗ laſſen,“ erwiderte er endlich.„Jene Dame erwidert ſeine Liebe und er weiß es, ſie erwartet ſeine Heimkehr und darf die Ueber⸗ zeugung hegen, daß er alsdann ihr Herz und ihre Hand noch offen findet.“
„Aber ſie kann ihn nicht ſo lieben, wie ich.“
„Liebes Kind—“
„Nein, Vater, ſo tief und innig kann keine Andere ihn lieben.“


