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reiſen; wenn es Euch beruhigt, will ich Euch wiederholen, daß dies allerdings mein feſter Entſchluß iſt.“
„Und wann—“
„Lieber Gott, könnt Ihr mir nicht gönnen, daß ich zuvor mich gänzlich erholen will?“
8„Wamn wir nur wiſſen, daß es Ihr feſter Entſchluß iſt, und a—
„Er iſt es.“
„Und daß Sie ihn bald ausführen werden.“
„Jedenfalls in der nächſten Woche.“
„Dann ſind wir zufrieden.“
„Und das iſt Alles, was Ihr verlangt?“
„Ja.“
Otto ſchüttelte das Haupt.
„Mir bangt, die Stunde könne kommen, in der Ihr Euch Vorwürfe darüber macht, daß Ihr dazu beigetragen habt, mich von hier zu vertreiben,“ ſagte er.„Es iſt nicht immer gut, wenn man ſeinen Willen durchſetzen will, man thut gut, vorher die möglichen Folgen zu bedenken.“
„Welche Folgen könnte Ihre Abreiſe haben?“ erwiderte der Werkmeiſter mit einem Anfluge von Spott.„Nach unſerer Ueber⸗ zeugung kehrt durch ſie unſre frühere Eintracht zurück.“
„Ich wünſche, daß dieſe Ueberzeugung Euch nicht trügen möge, weiter weiß ich nichts zu ſagen.“
Otto wandte nach dieſen Worten ſeinen Kameraden den Rücken und ſchritt von dannen.
So weit alſo war es ſchon gekommen, daß die eignen Kame⸗ raden, die ihn früher ſo ſehr geachtet und geſchätzt hatten, die Forderung an ihn ſtellten, er möge ſich entfernen!
Was hatte er ihnen gethan?
Wahrlich nichts, ſeine ganze Schuld war, daß Valerie ihn liebte!
Konnte ein lächerlicherer Grund gefunden werden? Und doch hatte er Bedeutuug, er ſtützte ſich auf die Selbſtſucht und das beleidigte Nationalgefühl.
Daß er, der Deutſche, vorgezogen wurde, konnten dieſe Fran⸗ zoſen ihm nicht verzeihen, wäre er ſelbſt ein Franzoſe geweſen, ſo hätten ſie, als die Erſten, ihm zu dieſem fabelhaften Erfolge Glück gewünſcht.
„Bleibe im Lande und nähre dich redlich,“ ſagte Nikolas, als Otto ihm ſeine Unterredung mit den Kameraden berichtet hatte, „in der Fremde machen Wenige ihr Glück, und denen es gelingt, die haben zumeiſt auf krummen Wegen ihr Ziel erreicht.“—
Am nächſten Morgen ließ Otto ſeinen Chef bitten, ihn in ſeiner Werkſtätte zu beſuchen.


