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Er hatte ſie nun darauf vorbereitet und nach ſeiner An⸗ ſicht ihr über das, was ſie erwarten durfte, die Augen geöffnet; ihren Wunſch, die Abreiſe bis zu ſeiner völligen Geneſung zu verſchieben, wollte er gerne erfüllen.
Nikolas ſchüttelte zwar mißbilligend das Haupt, als Otto ihm dies mittheilte, aber auch er mußte zugeben, daß es beſſer ſei, wenn ſein Freund in der milden Luft des ſonnigen Frankreichs ſeine Herſtellung erwartete.
Zweiunddreißigſtes Kapitel.
Ein edler Fabrikant.
Sobald Otto ſich wieder in ſeiner Werkſtätte beſchäftigen konnte, begann er unverzüglich mit der Erbauung des Modells, über wel⸗ ches er mit ſeinem Freunde geſprochen hatte.
Natürlich mußte dieſes Modell ein Geheimniß bleiben, wenig⸗ ſtens ſo lange, bis man die Brauchbarkeit deſſelben erprobt hatte, es konnte ja unter den Kameraden Otto's einer ſich befinden, der darnach trachtete, den Ruhm und den Nutzen der Erfindung für ſich in Anſpruch zu nehmen, wenn er den letzteren kennen lernte.
Es war überhaupt ſeit dem Angriff in der Sylveſternacht der alte Geiſt der Liebe und Eintracht allmählich geſchwunden, Otto bemerkte es ſofort, als er zum erſtenmale die Räume des Etabliſ⸗ ſements wieder durchwanderte.
Einige ſeiner Kameraden empfingen ihn mit warmer Herzlich⸗ keit, Andere, und zwar die Mehrzahl, hatten kaum ein Wort der Theilnahme für ihn.
Das mußte den jungen Mann befremden, umſomehr, als er ja in jener Nacht ſein Leben für Alle gewagt, und dem Liebling Aller das Leben gerettet hatte, er konnte ſich den Grund dieſer auffallenden Kälte nicht erklären und nahm darüber mit Nikolas Rückſprache, der ihm mit wenigen Worten die Urſache klar machte.
„In der Hauptſache iſt es der Neid darüber, daß Michelet und Valerie Dich, den Deutſchen, ſo ſehr bevorzugen,“ ſagte er achſelzuckend.„Dann auch ärgert es ſie, daß ſeit Deiner Ver⸗ wundung Fräulein Valerie Ihnen nicht mehr das frühere warme Intereſſe zeigt, und was iſt natürlicher, als daß ſie dies im Ein⸗ Fünfmalhunderttauſend Thaler. 16


