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Nachdem das Alles durch die Unterſuchung feſtgeſtellt war, be⸗ willigten die Beamten gerne die Bitte Heinrichs, die Gründe, welche ihn zu dieſer Bitte bewogen, als gerechtfertigt anerkennend.
Von dieſem Augenblick an ſtand es feſt, daß Bertram Scheren⸗ berg am Gehirnſchlage geſtorben war, und wenn auch das Per⸗ ſonal im Comptoir heimlich darüber miteinander flüſterte, im Beiſein Heinrichs wagte Niemand, einen Zweifel zu äußern.
Heinrich löſte ſelbſt den Wechſel ein, bevor Jakob Herz die Nachricht von dem Tode ſeines Schuldners erhalten haben konnte.
Scherenberg ließ ſich in den Tagen vor der Beerdigung im Comptoir nicht ſehen.
Er blieb aber in ſeinem Wohnzimmer und nur Heinrich durfte ihn beſuchen.
Was dieſer ihm mitzutheilen hatte, hörte er ſchweigend an, er ſchien für nichts mehr Intereſſe zu haben.
Erſt als der Hügel ſich über dem Sarge geſchloſſen hatte und die beiden Aſſocie's des Todten vom Friedhofe zurückgekehrt waren, brach der alte Mann ſein Schweigen.
Er machte ſich Vorwürfe, daß er zu ſtreng gegen ſeinen Sohn aufgetreten ſei und warf auch Heinrich vor, den Todten zur Ver⸗ zweiflung getrieben zu haben, dadurch, daß er ſo energiſch die Deckung des Wechſels zurückgewieſen habe.
Heinrich ließ dieſe Vorwürfe ruhig über ſich ergehen, aber als der alte Mann ſchwieg, machte er ihn darauf aufmerkſam, daß man die Thatſachen nehmen müſſe, wie ſie in Wirklichkeit ſeien, nicht, wie ſie ſein könnten, und daß es beſſer ſei, einen Todten, als den ſchimpflichen Bankerott einer geachteten Firma betrauern zu müſſen.
Der alte Mann wußte darauf nichts zu erwidern; am nächſten Tage begann er ſeine Thätigkeit im Geſchäft wieder und allmäh lich breitete über ſeinen Schmerz und ſeine Trauer die Zeit ihren mildernden Schleier.
Bertram Scherenberg war verſchwunden und bald vergeſſen, das Geſchäft ging ſeinen ruhigen, gewohnten Gang, und Heinrich ſchwang ſich jetzt mehk und mehr zum alleinigen Chef deſſelben empor.


