Jahrgang 
1
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Tiſch und verließ ihn, hoffentlich wird er über Nacht ſich eines Beſſeren beſinnen.

Scherenberg ſchüttelte bedenklich das Haupt..

Ich begreife das nicht, ſagte er,Bertram hat nie bewieſen, daß er ſo hart und eigenſinnig iſt.

Seine Ehre

Ah bedenkt er denn nicht, daß ſeine Ehre vollſtändig ver⸗ nichtet iſt, wenn wir Jakob Herz nöthigen, des Wechſels wegen mit uns zu prozeſſiren?

Er ſagte, ihm ſei das gleichgültig, die Firma müſſe den Wechſel einlöſen.

Sie haben ihm vielleicht harte Worte geſagt?

Durchaus nicht. Im Gegentheil, als ich ſeine Gereiztheit bemerkte, hielt ich es für rathſam, mit Ruhe und Sanftmuth ihm entgegen zu treten. Ich weiß nicht, worauf er ſich ſtützte, aber

h er muß einen gewiſſen Haltpunkt haben, der ihm erlaubt, in dieſer

Weiſe gegen uns aufzutreten. Er ſprach von einem letzten Mittel, welches er anwenden würde, wenn man dabei beharre, ihn mora⸗ liſch zu tödten

Welches Mittel war es? ;Ich weiß es nicht. Aber Sie ahnen es. Ich? Wie könnte ich Leugnen Sie nicht, ich leſe in Ihren Zügen, daß Sie mehr wiſſen, als Sie ſagen wollen. Wiſſen kann ich nichts, denn Bertram iſt nicht der Mann,

15 der ſo leicht einen Andern in ſeine Geheimniſſe einweiht, erwiderte Heinrich ausweichend,und was meine Vermuthungen betrifft, ſo lege ich ſelbſt keinen Werth darauf. Ich habe ſchon daran gedacht, 1 ob Bertram vielleicht den Vorſatz hege, ſich durch den Tod der Schande zu entziehen Selbſtmord? rief Scherenberg beſtürzt.

Unmöglich wäre das nicht, fuhr Heinrich gelaſſen fort,in⸗ deß auf der einen Seite traue ich ihm den Muth nicht zu und auf der andern Seite glaube ich auch nicht, daß er eine Waffe beſitzt.

Der alte Herr wanderte unruhig auf und ab. Ich möchte wohl ſelbſt hinaufgehen und mit ihm reden,

6 4.*. ſagte er nach einer Pauſe,wer weiß, wozu er in ſeiner Ver⸗ 3 zweiflung fähig iſt. Bah gönnen Sie ihm Zeit bis morgen, dieſe Aufregung 77 9 9

wird nicht Stand halten.

Scherenberg ging, ohne ein Wort zu erwidern, hinaus.

Er ſtieg die Treppe hinauf und pochte an die Thüre Ber⸗ tram's an.

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