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weilte, nach ſeiner Anſicht mußte die Unterredung mit Bertram ſehr raſch zu Ende ſein.
Und als Heinrich nun eintrat und der alte Herr die düſteren Wolken auf der Stirne ſeines Aſſocies bemerkte, da ahnte er ſo⸗ fort, daß zwiſchen den Beiden ein heftiger Wortwechſel ſtattge⸗ funden haben müſſe.
„Er will ſich unſern Anordnungen nicht fügen,“ ſagte Heinrich, „Anfangs geberdete er ſich wie ein Tobſüchtiger und nachher ſchwieg er wie ein Taubſtummer.“
„Nicht fügen?“ erwiderte Scherenberg entrüſtet.„Er muß ſich fügen, einen Hazardſpieler—“
„Das Alles habe ich ihm vorgeſtellt,“ unterbrach Heinrich ihn ruhig,„er aber meint, keinen Fehltritt begangen zu haben. Er könne über ſein Privatvermögen verfügen, wie es ihm beliebe, er⸗ klärte er mir und er werde nie dulden, daß man ihn behandle, wie einen Schulbuben.“
„Iſt er berechtigt, eine ſolche Sprache zu führen?“ brauſte der alte Herr gereizt auf.„Er mag über ſein Taſchengeld nach eignem Gutdünken verfügen, aber die Fonds der Firma ſoll er nicht antaſten.“
„Glauben Sie nicht, daß ich ihm das Alles recht eindringlich vorgeſtellt habe?“ erwiderte Heinrich achſelzuckend.„Er ließ mich kaum zu Wort kommen und als ich ihm endlich in feſtem ent⸗ ſchiedenen Tone erklärte, wenn er das Document, welches ich ihm vorlegte, nicht unterſchreibe, ſo würden wir öffentlich ihm die Unterſchrift entziehen, da fuhr er gegen mich auf wie ein gereizter Kampfhahn. Er habe nie etwas vom Leben gehabt, ſagte er, jetzt wolle er das Leben auch einmal genießen und wenn ihm das verweigert werde, ſo ziehe er den Tod einem armſeligen Leben vor. Der Zuchtruthe des Vaters ſei er längſt entwachſen, unter Curatel laſſe er ſich nicht mehr ſtellen.“
Dem alten Herrn war das Blut in die Wangen gefloſſen.
„Das iſt der Dank für unſere Nachſicht?“ fragte er gereizt. „Er mag ſich hüten, wenn er nicht hören will, muß er fühlen und ich bin entſchloſſen, ihn wenn es ſein muß mit Gewalt auf den beſſeren Weg zurückzuführen. Sie haben alſo keine Einigung mit ihm erzielt?“
„Nein.“
„So werde ich morgen früh mit ihm reden.“
„Er forderte Wein, ich erfüllte ſeinen Wunſch, weil ich hoffte, beim Glaſe beſſer mit ihm unterhandeln zu können, aber dieſe Hoffnung war eine vergebliche. Je mehr Bertram trank, deſto aufgeregter ward er und mit ſeiner Aufregung wuchs auch ſeine Tobſucht. Ich legte endlich das Schriftſtück vor ihn auf den 1⁵*


