Jahrgang 
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Die Gläſer klirrten; Heinrich blickte ſtier den Aſſocie an, der mit unſicherer Hand das Glas zum Munde führte. Kaum war der Inhalt des Glaſes verſchwunden, als das Glas klirrend niederfiel.

Lautlos war Bertram vom Stuhle geſunken, das krampfhafte Zucken der Glieder war das letzte Zeichen des entfliehenden Lebens.

Heinrich erhob ſich, er beugte ſich über die Leiche und blickte lange in das ſtarre, verzerrte Antlitz.

Nummer Eins! ſagte er kalt.Armſeliger Schächer, wes⸗ halb ſtellteſt Du Dich mir in den Weg? Entweder erreiche ich mein Ziel, oder ich gehe unter, eine andere Wahl gibt es für mich nicht.

Er öffnete leiſe und behutſam das Fenſter und warf das Papier, auf welchem Bertram ſein Verſprechen niedergeſchrieben hatte, in's Feuer.

Darauf ſchrieb er ſelbſt raſch einen Vertrag nieder, in welchem Bertram ſich verpflichtete, ohne Vorwiſſen und Einwilligung ſeiner Aſſocie's keine Verbindlichkeit irgend weſcher Art im Namen der Firma einzugehen und ſo lange auf die Gültigkeit ſeiner Unter⸗ ſchrift zu verzichten, als ſein Vater und Heinrich Schenk dieſe Beſchränkung nöthig erachteten.

Dieſes Schriftſtück legte er auf den Tiſch neben das kleine Flacon, in welchem ſich kein Tropfen Blauſäure mehr befand. Darauf ſchloß er das Fenſter wieder.

Das Zimmer, in welchem das Verbrechen ſtattgefunden hatte, ſtand mit dem Schlafzimmer Bertram's in Verbindung und aus dieſem Schlafzimmer führte eine Thüre in eins der Gemächer, welche Heinrich bewohnte.

Vor dieſer Thüre ſtand in dem Schlafzimmer Bertrams ein Kleiderſchrank, der ſie völlig verdeckte.

Heinrich ſchloß in beiden Zimmern die Thüren, welche in den Corridor führten, von innen und rückte darauf den großen aber nicht ſehr ſchweren Schrank ſo weit ab, daß er hinter demſelben die Thüre öffnen konnte.

Als er ſich in ſeinem Gemach befand, zog er den Schrank wieder feſt an die Wand; es war eine mühſame Arbeit, die er, auf den Knieen liegend, verrichten mußte, aber ſie gelang ihm vortrefflich.

Nachdem er nun auch dieſe Thüre wieder geſchloſſen und den Schlüſſel eingeſteckt hatte, ſtieg er langſam die Treppe hinunter.

Scherenberg erwartete ſchon ſeit einer halben Stunde ſeinen Aſſocie mit wachſender Ungeduld.

Er konnte nicht begreifen, weshalb derſelbe ſo lange da oben