Jahrgang 
1
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Bertram kam der Aufforderung nach.

Heinrich lenkte jetzt das Geſpräch auf das Geſchäft. Er ent⸗ wickelte ſeine Pläne für die Zukunft, ſprach über die noch ſchwe⸗ benden Geſchäfte, berechnete den Gewinn, der nach ſeiner Ueber⸗ zeugung aus ihnen der Firma erwachſen mußte und baute Luft⸗ ſchlöſſer, die an Glanz und Pracht nichts zu wünſchen ließen.

Er wußte die Aufmerkſamkeit ſeines Aſſocie's ſo ſehr zu feſſeln, daß dieſer nicht bemerkte, wie raſch die zwei erſten Flaſchen geleert wurden.

Heinrich forderte von Zeit zu Zeit unter verſchiedenen Vor⸗ wänden zum Trinken auf und während er ſehr wenig trank, ſorgte er dafür, daß das Glas ſeines Zechgenoſſen ſtets gefüllt war.

Die dritte Flaſche war angebrochen, Bertram fühlte, daß er ſchon zu viel getrunken hatte.

Die Zunge war ihm ſo ſchwer wie Blei, ſein Blick ſtier, ſeine Hände zitterten.

Der Tabaksqualm, der das Zimmer füllte, ließ ihn kaum noch die Perſon ſeines Aſſocie's unterſcheiden, der abermals die Gläſer füllte.

Noch einmal, auf gute Freundſchaft! ſagte Heinrich, indem er das Glas ſeines Zechgenoſſen ergriff und ſein eigenes auf die Stelle des erſteren ſchob.Leeren wir das Glas noch einmal auf ein treues Zuſammenhalten und gutes Gelingen.

Bertram hatte den Umtauſch der Gläſer nicht bemerkt, er nahm mechaniſch das Glas, welches vor ihm ſtand.

Ich kann nicht mehr, ſtammelte er.

Bah ein einziges Glas.

Es geht nicht.

Es iſt das Letzte.

Sie haben mir zu ſehr zugeſetzt.

Lieber Gott, können Sie ſo wenig vertragen? ſpottete Heinrich. Ich habe Ihnen treulich Stand gehalten und weiß wirklich nicht, daß ich etwas getrunken habe. Alſo, das letzte Glas!

Bertram erhob das Glas, es ſchwankte in ſeiner Hand.

Das iſt ja ein betäubender Geruch, ſagte er.

Und das bemerken Sie erſt jetzt? fragte Heinrich ruhig.

Die dritte Flaſche war eine beſſere Sorte, ſtarke Blume, edles Gewächs.

Es iſt mir unmöglich, ihn über die Lippen zu bringen.

Gilt Ihnen meine Freundſchaft ſo wenig? Vorwärts, eins zwei drei! Fünfmalhunderttanſend Thaler.