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andere, beſſere Lebensweiſe zu beginnen und der Verführung aus dem Wege zu gehen.
Es war ja kaum denkbar, daß hinter dieſem Vorſchlag eigen⸗ nützige Abſichten ſich bergen ſollten.
„Iſt das wirklich Ihr Ernſt?“ fragte er nach einer langen Pauſe.
„Welchen Grund könnte ich haben, über dieſe Angelegenheit zu ſcherz en?“
„Ich will Ihnen das Verſprechen geben, oder beſſer, ich hän dige ſelbſt es meinem Vater ein.“
„Dadurch würden Sie Alles verderben, Ihr Anblick würde den alten Mann aufregen—“
„Sie mögen Recht haben—— aber wenn Sie mich be⸗ trügen—“
„So laſſen Sie doch endlich einmal Ihren Argwohn fallen. Schreiben Sie, ich will inzwiſchen eine Flaſche Wein holen, damit ich mit Ihnen auf unſere Verſöhnung anſtoßen kann.“
Heinrich ging nach dieſen Worten hinaus.
Eine geraume Weile blieb Bertram in Sinnen verſunken, dann ergriff er haſtig die Feder.
Weshalb ſollte er dieſem Vorſchlage mißtrauen, der ihn vor der Schande ſchützte und die völlige Ausſöhnung mit dem Vater anbahnte?
Er fand keinen Grund zu ſolchem Mißtrauen.
Schon nach wenigen Minuten kehrte Heinrich zurück. Er ſtellte drei Flaſchen und zwei Gläſer auf den Tiſch und bot ſeinem Aſſocie eine Cigarre an.
„Weshalb ſollen wir ſelbſt uns das Leben verbittern? 2 ſagte er, während er die Gläſer füllte.„Einen dummen Streich macht Jeder einmal in ſeinem Leben, man muß nicht Alles gleich ſo ſcharf nehmen.
Bertram ſtieß mit dem Aſſocie an.
„Auf gute Freundſchaft!“ verſetzte er.
„Bis in's Grab!“ rief Heinrich.
Die Beiden leerten ihr Glas bis auf den Grund.
„Teufel, der Wein iſt ſtark,“ ſagte Bertram.
„Sie werden doch Ihres Vaters Weinkeller kennen,“ ſcherzte Heinrich.„Der alte Mann trinkt nichts Schlechtes.“
„Aber dieſer Wein iſt ſchlecht.“
„Ah— das iſt ein Irrthum. 44
„Nein, nein, er ſcheinit mit Spiritus verſetzt zu ſein.“
Der Blick Heinrichs ruhte unverwandt auf dem Geſicht des Aſſocies.
„Bah, was ſchadet es!“ ſagte er.„In Ermangelung einer


