Jahrgang 
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ſagte

ihnen

niſſar

eann⸗ 1 kann.

Der Wucherer beachtete dieſen Unmuth nicht, er ließ ſich nie⸗ der und forderte ein Glas Bier.

Bertram Schenk ging zögernd hinaus, und als er mit dem verlangten Trunk zurückkehrte, mußte der Wucherer abermals in dem ganzen Weſen des Wirths den Beweis finden, daß ſein Be⸗ ſuch ſehr unwillkommen war.

Der Schneider, der gegen dieſen Mann eine unüberwindliche Abneignung hegte, ohne dafür einen perſönlichen Grund anführen zu können, konnte es nicht über ſich gewinnen, ihn ungeſchoren zu laſſen.

Wüßt Ihr, die ſchwerſte Strafe trifft in China die Wucherer, wandte er ſich zu dem Barbier.Ich ſah eines Tages das Ur⸗ theil an einem ſolchen Manne vollſtrecken; er hatte die Wittwen und Waiſen betrogen und das Vermögen zahlloſer Familienväter verſchlungen.

Jakob Herz richtete ſeine kleinen, tückiſchen Augen auf den dürren Schneider, er ſah ihn ſo ſcharf und ſtechend an, als ob er ihn durchbohren wollte.

Aber Fritz Wacker ließ ſich nicht beirren.

Dem Manne wurde auf öffentlichem Platze vor verſammel⸗ tem Volke ein Ring durch die Naſe geſtoßen, die durch dieſe Prozedur eine Fagon wie die Eurige erhielt. Durch den Ring zog man einen Strick, darauf wurde der Menſch mit lautem Halloh durch alle Straßen der Stadt geführt. An jeder Ecke mußte er tanzen, wie ein Bär, wenn er nicht wollte, regnete es Hiebe mit der Peitſche. Schließlich wurde er auf den öffentlichen Platz zurückgebracht. Hier war unter einem großen Tiegel ein koloſſales Feuer angezündet, der Tiegel ſelbſt enthielt die geſamm⸗ ten Schätze des Verurtheilten. Sobald die Maſſe flüſſig war, legte man den Wucherer auf den Rücken und goß ihm den glühen⸗ den Brei in den Mund, und was nicht hineinlief, das lief drüber, ſpäter fiel der Pöbel drüber her, und daß er mit der Leiche nicht glimpflich umging, könnt Ihr denken.

Seid Ihr nicht der Schneider Fritz Wacker? fragte Herz, bebend vor Wuth.

Aufzuwarten, erwiderte der Schneider,allemal derjenige, welcher!

Na, wenn Ihr ſo gut arbeiten könnt, wie aufſchneiden, müßt Ihr bald ein reicher Mann ſein, fuhr der Wucherer mit kühlem Hohn fort.Mein Schreiber, Bernhard Schenk, hat heute Mor⸗ gen dieſen Brief angenommen, Herr Wirth, er glaubt indeß, daß derſelbe für ihn nicht beſtimmt ſein könne, da er in Braſilien keine Verwandten beſitzt. Vielleicht ſind Sie in der angenehmen Lage

Fünfmal hunderttauſend Thaler.

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