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Die Folgen blieben nicht aus. Otto ſchloß ſich mehr und
mehr an den Vater an, während Heinrich beide, Vater und Mut⸗ ter, beherrſchte und ſich in Folge deſſen Manches erlaubte, was Bertram Schenk unter anderen Umſtänden ſtreng geahndet haben
würde. Helene
, die Schweſter Otto's, vermittelte ſtets zwiſchen den
Eltern und den Geſchwiſtern, mit ihrem kindlichen weichen Ge⸗ müth ſtiftete ſie raſch wieder Frieden, wenn ein plötzlich herein⸗
brechender
Sturm ihn zu zerſtören drohte.
Auch heute war ein ſolcher Sturm hereingebrochen.
Frau und Otto gen war.
Bertram hatte den Sohn mit Vorwürfen überhäuft ſich denſelben dadurch entzogen, daß er hinausgegan⸗
Helene ſuchte die Mutter zu beruhigen, ſie ſtellte ihr vor, daß Vorwürfe das Geſchehene nicht ändern könnten, daß man jetzt vereint darauf hinwirken müſſe, Otto den ihn drohenden Gefahren
zu entzieh Den daß als
en. Bemühungen des Mädchens verdankte die Familie es, ſie am Abend ſich verſammelte, um über die nächſten
nöthigen Schritte zu berathen, dieſe Berathung wenigſtens An⸗ fangs frei von Bitterkeit und Gereiztheit war.
Man
erkannte allſeitig an, daß eine ſchleunige Flucht geboten
war, und das Verſprechen Otto's, ſich ferner an den politiſchen Bewegungen nicht mehr zu betheiligen, trug weſentlich zur Beru⸗ higung der Mutter bei, die noch immer nicht vergeben und ver⸗ geſſen konnte.
„Eine ſo ſchöne Laufbahn leichtſinnig zu unterbrechen?“ grollte ſie.„Und weshalb? Einer albernen Idee wegen, die nur ein
Tollhäusler—
„Du
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wirſt zu ſcharf, Mutter,“ fiel der Wirth ihr in's Wort.
Natürlich, Du biſt ja auch einer von den geheimen Demo⸗
kraten,“ fuhr Frau Bertram, ſich ereifernd fort, während ſie dem Gatten einen ſtechenben Blick zuwarf.„Du möchteſt auch gerne einen Umſturz erleben, haſt aber, Gott ſei Dank, nicht den Muth,
Dich ſelb
ſt der Gefahr auszuſetzen.“
„Mutter, Mutter!“ warnte Helene leiſe.
Frau Schenk ſchüttelte ſehr energiſch das Haupt, ſie hielt ſich vollſtändig berechtigt zu ſehr ernſten und ſehr bitteren Vorwürfen und ſie fand in dem boshaften Lächeln, welches die Lippen Hein⸗ richs umſpielte, eine Aufmunterung, die ſie in dieſem edlen Vor⸗ haben beſtärkte.
„Was hat er nun davon?“ ſagte ſie,„Entlaſſen, ein Flücht⸗ ling, eine glänzende Laufbahn unterbrochen—“ 3 „Eine ſehr glänzende Laufbahn!“ ſpottete Heinrich, der als


