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„O das war noch nicht das Aergſte. Nach mehr als zehnjähriger Gefangenſchaft änderte Dallmer plötz⸗ lich ſeinen Sinn. Er begann jetzt ungeheuern Auf⸗ wand zu machen und zwang mich unter fürchterlichen Drohungen, vor ſeinen wüſten Gäſten die Rolle der glücklichen Gattin zu ſpielen. Ich durfte jetzt auch mei⸗ nen Maurizio wiederſehen, der inzwiſchen zum Manne herangewachſen und unter Dallmers Anleitung noch entmenſchter als ſein Vater geworden war. Ich ſah ihn und meine Tochter—“
Abermals erſtickte ein Strom von Thränen ihre Stimme.
„Ihre Tochter?“ fragte Balduin nach einer Weile, als er ſah, daß Mathilde ſich wieder erholt hatte und dennoch in ihrer Erzählung nicht fortfuhr.
„Ich weiß nicht, wie ich Ihnen das klar machen ſoll“, begann ſie langſam wieder.„Iſt es mir ſelbſt doch nie klar geworden! Ein Mädchen, das alle äußern Seichen einer Meſtizin an ſich trägt, geht im Palaſte als meine Tochter herum; und eine Jungfrau, welche vielleicht meine Tochter war, wurde vor wenigen Wochen von Dallmer erdolcht.“
„Grauenvoll!“ ſtöhnte Balduin aus tiefer Bruſt. „Ihr Gatte ein Ungeheuer, Ihr Sohn nichts Beſſeres,


