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könnten, ſo würde mein Elend mir Ihre Verzeihung für mein Vergehen erwirken.“
„Ich habe Ihnen nichts zu verzeihen, liebe Baſe, denn ich verſtehe und fühle Ihren Schmerz“, tröſtete Bal⸗ duin in einem Ton, in welchem ſich die ganze Innig⸗ keit und Theilnahme eines wahren Freundes ſpiegelte.
Heiße Thränen rannen über Mathildens erbleichte Wangen herab, während ſie fortfuhr:„Als ich bald nach dem Tode meiner Mutter zu einigem Vermögen gekommen war, eilte ich dem Geliebten in der Hoff⸗ nung nach, ihn von unſeligen Entſchlüſſen abzubringen, die Sünden meiner Eltern zu ſühnen, mein Vaterland und meine Familie aufzuſuchen. Es waren vier ſchöne Hoffnungen, die allein mir den Muth leihen konnten, ohne Begleitung, einen unmündigen Säugling im Arm, die Reiſe über den Ocean herüber und durch ein weg⸗ loſes barbariſches Land hierher zu wagen. Ich fand in Eskobadi’s Thal Dallmer als Sklaven wieder. Mit Gefahr meines Lebens, aus welcher die treue Hilfe einer Sklavin mich rettete, die mir ſpäter eine theure Freun⸗ din wurde, kämpfte ich ihn frei. Er ſchien geheilt und für ein beſſeres Leben gewonnen zu ſein. Ich glaubte ſeinen Schwüren, ich vertraute ihm mein Vermögen an, ich reichte ihm vor dem Altare die Hand zum ewi⸗ gen Herzensbunde. Da—“


