Teil eines Werkes 
3. Band (1871)
Entstehung
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die Dich einſt unter ihrem Herzen getragen und, obwohl

ſie ſelbſt Sklavin bleiben mußte, Dir die goldene Frei⸗

heit zu ſichern verſtand? Findeſt Du keinen Ausdruck der Freude, daß Deine Zukunft nicht für immer an den verworfenen Namen Dallmavi gekettet bleiben muß?

Ottilie reichte der Mutter die Hand und ſah mit unausſprechbar wehmüthigem Blicke zu Ihr auf.

Ach ja, begann ſie, während ihr Auge ſich mit Thränen netzte.Von jeher konnte ich die Sennora Dallmavi nur ſcheu verehren; meine Liebe zog mich mehr zu Dir hin als zu derjenigen, welche ich bisher meine Mutter nennen mußte. Von jeher habe ich den Sennor Dall⸗ mavi gefürchtet und kann mich nur freuen, in ihm nicht länger meinen Vater erkennen zu müſſen. Und dennoch.

Was haſt Du, Tochter? begann Malva ängſt⸗ lich und ſchlang ihren Arm koſend um Ottiliens Nacken.

Mutter! jammerte das Mädchen.Das kann nimmer, nimmer gut enden. Ich danke meine Freiheit einem Betruge.

Die Strafe über mich, wenn meine That ſtraf⸗ bar war, fiel Malva zärtlich ein.Du, mein theures Kind, du biſt rein. Nimmer wird der Himmel Dir entgelten, was Deine Mutter verbrach.