10
Land zu ſtecken, ſo gebe ich keinen Penns um ſein Leben.““ 1
Mathilde ſchauerte und wir wollen nicht unter⸗ ſuchen, ob ihr Schauer durch die Angſt vor der ihrem Gatten drohenden Todesgefahr oder durch den Abſcheu vor dem häßlichen Gewerbe deſſelben veranlaßt worden ſei. Vielleicht wirkten beide Urſachen beſtimmend auf den in ihrem Innern ausgebrochenen Sturm, und es war wohl ihr ſelbſt noch nicht klar, nach welcher Rich⸗ tung ſich ihre Gefühle neigen würden.
Plötzlich und Beiden unerwartet trat Dallmavi ſelbſt ein. Seine Rückkehr zu ſolch ungewohnter Tages⸗ ſtunde unterbrach vorläufig jeden weitern Gedanken⸗ austauſch zwiſchen Mathilde und ihrer treuen Dienerin. Schon im Eintreten warf Dallmavi Fioren einen finſtern Blick zu, deſſen Sinn von dieſer leicht errathen wurde. Bor Schreck am ganzen Leibe bebend, entfernte ſie ſich raſch aus dem Zimmer ihrer unglücklichen Ge⸗ bieterin und überließ ſchweigend das Feld dem Tyran⸗ nen des Hauſes.
„Fiore ſcheint der Gnade, die wir ihr durch die Freilaſſung angedeihen ließen, ſich mehr und mehr un⸗ werth zu zeigen“, begann in mürriſchem Tone Dall⸗ mavi, indem er der Abgehenden nachſah.
„Ich finde ſtündlich neue Beſtätigungen des Ge⸗


