Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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gentheils, erwiderte Mathilde beſtimmt.Fiore iſt mir bereits eine liebe Freundin geworden und ich be⸗

greife nicht, wie Du ein ſo ungerechtes Vorurtheil ge⸗

gen ſie hegen kannſt.

So? hm! Deine liebe Freundin! Was hatte ſie vorhin auf dem Sklavenmarkte zu ſchaffen?

Sie war auf meinen Befehl hingegangen, um Aufſchluß über Vorfälle zu ſuchen, die zu ergründen ich wohl das Recht habe.

Das heißt mit andern Worten: Die Perſon, welche ich als Deine liebe Freundin ſchätzen ſoll, iſt Deine Spionin und zettelt auf Deinen Befehl Intriguen gegen mich an?

Mathilde ſchaute ihrem Gatten ſcharf ins Geſicht und entgegnete nach einer Weile gelaſſen:

Was ich Dir antworten könnte, weißt Du. Be⸗ trachte Dein Bild im Spiegel der Wahrheit, wenn Du ſchon dreiſt genug biſt, nicht vor Dir ſelbſt erblaſſen zu müſſen. Ich will dieſen Spiegel Dir nicht vorhal⸗ ten, denn es wäre zwecklos. Seit heute habe ich die Hoffnung aufgegeben, Dich je beſſern zu können. Ich habe jetzt als Mutter nur noch die Pflicht, Sorge zu tragen, daß nicht unſer kleiner Maurizio und das Kind, welches ich von Dir neu unter dem Herzen trage, einſt verworfene Geſchöpfe werden, gleich ihrem Vater. So