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„Du haſt es errathen, Sennora“, beſtätigte Fiore mit einem tiefen Seufzer.„Dein Herr treibt ſein Ge⸗ ſchäft noch weit ſchlimmer, als ich fürchtete. Ich ſah
nie einen Händler, der habgieriger und gegen ſeine
Leibeigenen grauſamer war, als Sennore Dallmavi es iſt.“
„Du konnteſt ihn alſo im Verkehr mit den Skla⸗ ven beobachten?“
„In mäßiger Entfernung ſrehend, ſ ſah ich ihn von einem Afrikaner fünfzig Stücke kaufen und bald nach⸗ her die Hälfte davon um die volle Kaufsſumme wieder an einen Plantagenbeſitzer nach Georgia verhandeln. „„Ein Glückspilz, dieſer Dallmavi““, flüſterte in mei⸗ ner Nähe ein Sklaventreiber ſeinem Nachbar ins Ohr. „„Er muß mit dem leibhaftigen Herrgottſeibeiuns im Bunde ſtehen, denn an jedem Markttage gewinnt er netto ſeine zehn⸗ bis dreißigtauſend Dollars.““ Der Nachbar ſchmunzelte drauf:„„Glaub's wohl! Dallmavi war hier in Puebla vordem Eskobadi's Agent. Jetzt gelang's ihm, der Teufel mag wiſſen mit welchen Mit⸗ teln, die hieſigen Geſchäftsverbündeten ſeines frühern Chefs an ſich herüber zu ziehen. Das iſt die Kund⸗ ſchaft, die für ihn arbeitet. Eskobadi iſt wüthend über dieſe Schmutzerei, und wenn Dallmavi einmal wagt, nur ſeine Naſenſpitze zur Hauptſtadt hinaus ins offne


