Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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der Selbſtverſchuldung ihrer Lage nicht von ſich weg⸗ zuwälzen vermochte. Oder hatte vielleicht der jetzige Sennore Giulio Dallmavi ſich anders entwickelt, als von ihm bei Julius' Abſchiede aus der ſchwäbiſchen Inſelſtadt zu erwarten geweſen war? Mußte nicht Ma⸗ thilde ſich ſelbſt vorwurfsvoll bekennen, daß nur eine Verblendete unter den obwaltenden Verhältniſſen den letzten mütterlichen Rath und die Abmahnungen des edeln Grotte verachten konnte? Die Schlußworte in den Geſtändniſſen der Verſtorbenen:Vergiß Deinen Julius, denn Du wirſt dieſe abgebrochenen Worte waren jetzt durch die Alles bezwingende Sprache der Ereig⸗ niſſe haarſträubend ergänzt:Denn Du wirſt an ſeiner Seite nur elend werden! Und auch der Vergleich, wel⸗ chen der aufrichtige Kaufherr aus Schwaben zwiſchen der Blutdürſtigkeit des Löwen und der unheilbaren Gier ſeines eigenen verabſchiedeten Dieners gezogen, auch er ſtimmte aufs Haar mit den ſeitherigen Erfah⸗ rungen überein..

Unter dem Drucke der Wucht dieſer Rückerinne⸗ rungen, die wenig geeignet waren, einigen Troſt in das Leid der Gegenwart zu werfen, ſeufzte Mathilde ſchwer auf. Selbſt der ſchuldloſe Blick des kleinen Maurizio, welcher zu ihren Füßen mit dem Saum des Kleides ſpielte, ſchien ihr in dieſem Moment die vor⸗