Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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diejenigen Wochentage, an welchen Sklavenmarkt ge⸗ halten wird, ſich hier im Hauſe unſichtbar macht. Wenn Du mir Gewißheit über Deine Befürch⸗ tungen verſchaffen könnteſt, ſo würde ich es Dir als neuen Freundſchaftsdienſt anrechnen.

Gewißheit wäre wohl nur auf dem Sklavenmarkte ſelbſt zu finden.

Wagſt Du dorthin zu gehen?

Das Herz würde mir gewaltig klopfen, aber Dir zu Lieb ſchrecke ich auch vor dieſem ſchweren Gange nicht zurück.

So eile, treue Seele, und bringe mir bald die Aufſchlüſſe, nach denen ich mich ebenſo ſehr ſehne, als ch ſie fürchte!

Fiore küßte ſchweigend Mathildens Hand und ent⸗ fernte ſich wieder. Maurizio blieb bei der Mutter, welche bis zur Rückkehr der treuen Freundin Zeit ge⸗ nug fand, ihre traurige Lage zu erwägen und auf Mit⸗ tel zur Rettung zu denken. Doch wie ſie auch ſann und brütete, kam ſie nur immer mehr und mehr zu der furchtbaren Erkenntniß, daß ſie, die von ihrem eigenen Gatten ſchmachvoll Getäuſchte, ſich überdieß in einem Lande befinde, in welchem ihr keine Hoffnung auf irgend welchen Schutz lächelte. Dieſe Erkenntniß mußte ihre Seele um ſo ſchwerer belaſten, als ſie das Bewußtſein