letzten Augenblick nicht aus ihrer Rolle zu fallen. Die Entdeckung, daß Eskobadi zu jener in Mexico noch ſo zahlreichen Sorte von chriſtlichen Frömmlern gehöre, die man heutzutage auf europäiſchem Boden glücklicher Weiſe nur ſelten mehr mit ſo ſcharf ausgeprägtem Typus findet,— dieſe Entdeckung hatte ihren Abſcheu vor dem Sklavenhändler jetzt plötzlich zu einem ſolchen Grade von Entrüſtung geſteigert, daß ihr ohnehin leicht überſprudelndes Herz bei längerem Verweilen in Ge⸗ fahr gerathen wäre, durch eine ebenſo wohlberechtigte als an dieſer Stelle übel angebrachte Zurechtweiſung ſich ſelbſt und die zwei Perſonen zu verderben, welche von ihr bereits gerettet zu ſein ſchienen.
Als ſie zum innern Thore des Caſtells heraustrat, lag Julius, nach Vorſchrift am Kopfe verbunden und an das Thier gefeſſelt, bereits auf dem Rücken ihres Mauleſels, der unten an der Treppe ſtand.
„Ergreife den Zügel!“ flüſterte Mathilde Fioren leiſe ins Ohr.„Eile mit der theuren Laſt über den Vorhof durch das äußere Thor hinaus und auf der Straße nach Puebla fort. Ich folge euch mit meinem Kleinen auf dem Fuße nach. Sprich kein Wort und ſieh Dich nicht um!“
Beide ſchritten die Treppe hinab. Fiore trieb das


