Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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und mich betrog. Ich muß ihn heraushaben zu mei⸗ ner freien Verfügung, muß ihn haben, damit ich ihn quäle, bis an ſeinen Tod quäle, wie vor ihm noch kein Menſch gequält wurde.

Der Name dieſes Elenden? warf Eskobadi ein.

Mathilde fuhr fort: 3

Ramon Eskobadi, ſehen Sie das ſchuldloſe Kind an meiner Seite! Ich bin ſeine Mutter. Das Kind kam durch einen Betrug zur Welt. Sein Vater iſt ein Schurke ein Schurke, der mich entehrt und meiner Mutter Handlungen angedichtet hat, die, wenn ſie wahr wären, ihrem Namen nur noch im Buche der Henker Raum ließen.

Sie meinen den jungen Mann, den ich von mei⸗ nem Beſuche bei Frau Waller mit mir aus Europa hierher gebracht? entgegnete Eskobadi fragend.

Mathilde neigte bejahend den Kopf. Eskobadi ſchwieg und ſchien zu überlegen, ob er die Bitte ge⸗ währen oder abſchlagen wolle. Im Grunde lag ihm wenig mehr an Julius. Als Handelsagenten konnte er ihn nach dem Vorgefallenen nicht mehr verwenden, und daß Julius in dem heißen Klima die Laſt der ungewohnten Arbeiten, ohne zu erkranken, nicht mehr lange werde tragen können, ließ ſich faſt mit Beſtimmt⸗ heit vorausſehen. Dann aber war aus ihm gar kein