Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

156

glücklich entſchlüpft war, wieder zurückgeſchleudert zu werden. Nach kurzem Bedenken entgegnete ſie:

Solche Großmuth war von Ihnen zu erwarten, Sennore Eskobadi. Es hieße jedoch Mißbrauch mit Ihrer Güte treiben, wenn ich nach dem Vielen, was meine Mutter aus Ihrer Hand empfing, noch länger von Ihrer Kaſſe zehren wollte. Auch bedarf ich ſolcher Unterſtützung nicht. Dennoch möchte ich eine Bitte an Sie wagen, eine Bitte, die Sie leicht erfüllen könnten und deſſenungeachtet, wie ich fürchte, mir ab⸗ ſchlagen werden.

Warum fürchten Sie das, Sennora?

Weil Ihre Seele nur Liebe athmet und ich Ihre Beihülfe zu einer Handlung ſuche, die mir vom Haß eingegeben ward!

Eskobadi, der ſich bequem in einen Lehnſtuhl nieder⸗ gelaſſen hatte, ſchoß mit dem Kopf und Oberkörper raſch vor wie eine hungrige Hyäne, die plötzlich Men⸗ ſchenfleiſch in ihrer Nähe wittert und ihre Geruchsor⸗ gane in Thätigkeit ſetzt. Dann wiederholte er:

Die vom Haß eingegeben ward? Sennora, tragen Sie Ihr Anliegen vor!

Mathilde begann: Sennore Ramon Eskobadi, unter Ihrem Gefolge befindet ſich ein Mann, der meine Mutter beleidigte