Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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die Mutter ſie von den Unterredungen fern hielt, welche dort zwiſchen ihm und ihr ſtattgefunden! War doch ſogar der letzte von Frau Anna Waller ſeither an ihn gelangte Brief faſt ein Beweis, daß Mathilde bis zu dem Augenblick, in welchem Julius ſich ſchwatzhaft be nommen, von den wahren Lebensſchickſalen der Mutter kaum eine Ahnung gehabt haben konnte. Auch war nicht vorauszuſetzen, daß Julius zu viel geplaudert, da er ſelbſt bei ſeiner Abreiſe aus der Heimat die Ge⸗ heimniſſe des Hauſes Alimonti noch nicht gekannt.

Nach einigen Augenblicken ſtummen Nachſinnens wendete Eskobadi ſich wieder fragend an Mathilde:

Sennora, erinnern Sie ſich, mich ſchon irgend wo geſehen zu haben?

Gewiß, erwiderte Mathilde raſch und unbe⸗ fangen.Aber als Sie vor zwei Jahren auf der Caro⸗ linen⸗Baſtion meiner Mutter die Ehre Ihres Beſuches ſchenkten, da habe ich noch nicht gewußt, daß wir in Ihnen unſern größten Wohlthäter zu verehren haben.

Euren Wohlthäter? fiel Eskobadi mit ganz eigen⸗ thümlicher Betonung ein und der mißtrauiſche Zug, der ihn ſchon beim Eintreten gekennzeichnet hatte, trat mit verdoppelter Schärfe in ſeinem Geſichte wieder hervor.

A⸗