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lauernd an Mathildens Antlitz, als ob er das Innerſte
ihrer Seele durchſtechen wolle.
Mathilde hatte den Muth, dieſen Blick ohne Zittern auszuhalten, und entgegnete feſt:„Nein.“
„Sie wiſſen auch nicht, ob Ihre Mutter früher an einen Herrn Alimonti verheirathet geweſen ſei?“
„Sennore, Ihrer Vermuthung liegt wahrſcheinlich irgend eine Verwechslung zu Grunde,“ antwortete Ma⸗ thilde, die ſich mit Erfolg Mühe gab, unbefangen harm⸗ los zu bleiben.„Ich habe meinen Vater nie gekannt,
aber aus den Mittheilungen meiner Mutter weiß ich,
daß er am Typhus ſtarb, als ich kaum neun Monate zählte. Er hieß Valère und hatte als Beamter in der Hauptſtadt Frankreichs gelebt. Meine früheſten Jugend⸗ erinnerungen knüpfen ſich an Paris. Später überſiedelte meine Mutter mit mir nach Deutſchland und änderte unſern franzöſiſchen Namen Valdre in das deutſch klingende Wort Waller um.
„Hm!“ brummte Eskobadi und überließ ſich für einen Augenblick ſeinen eigenen Gedanken. Es ſchien ihm nicht unwahrſcheinlich zu klingen, daß Alimonti's Wittwe ihre Tochter wirklich in Unwiſſenheit über ihre wahre Herkunft und Abſtammung erzogen habe. Hatte doch er ſelbſt bei ſeinem flüchtigen Aufenthalte auf der Carolinen⸗Baſtion ſich überzeugen können, wie ängſtlich


