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Mathilde ſtarrte ſtumm und rathlos vor ſich hin. Ihr vor Schreck verwirrter Kopf ſah für den Augen⸗ blick keinen Ausweg mehr. Die Mittheilungen des Negermädchens hatten alle Pläne umgeworfen, die ſie auf ihrer Reiſe ſich ausgedacht. Sie brauchte Friſt, einen neuen Vorwand zu erſinnen, unter dem ſie viel⸗ leicht mit weniger Gefahr ſich in Eskobadi's Nähe wagen könnte. Schon wollte ſie ſich für dieß Mal wie⸗ der entfernen, aber es war zu ſpät. Gerade als ſie aufſtand, kam Eskobadi's Leibmohr eilig über die Treppe des Caſtells herabgerannt und brachte die Mel⸗ dung, daß Sennore Eskobadi die Fremde zu ſehen wünſche.
„Sage Deinem Herrn, daß ich morgen komme“, erwiderte Mathilde und wendete ſich, ihren Maurizio auf den Arm nehmend, raſch gegen das Ausgangs⸗ thor.
Der Leibmohr trat ihr in den Weg.
„Es iſt Eskobadi's Befehl, daß ich die Fremde zu ihm führe“, ſagte er und ergriff ihre Hand.
„Sennora iſt verloren, wenn ſie ſich weigert“, flüſterte auf der andern Seite das Negermädchen ihr eilig ins Ohr.„Sennora gehe und möge der Gott der Sonne ihr Beſchützer ſein!“
„Gutes Kind“, flüſterte Mathilde eben ſo raſch und


