Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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deren aufrichtige Beantwortung ich in der That als einen ſehr großen Dienſt erachten würde.

Sennora frage! flüſterte das Mädchen leiſe und ſchaute ängſtlich um ſich, ob kein Lauſcher in der Nähe ſei.Sennora trete mit mir hinter die Pla⸗ tanen, wo wir weniger gehört werden können. Ich will gern ſagen was ich weiß. Aber Sennora darf mich nicht verrathen.

Das werde ich gewiß nicht, betheuerte Mathilde und ſtellte ſodann eine Reihe von Fragen, deren In⸗ halt unſere Leſer leicht werden errathen können. Nach einer Unterredung von etwa drei Viertelſtunden war ſie über Julius' trauriges Loos vollſtändig aufgeklärt, aber ſie hatte zu ihrem nicht geringen Schrecken auch erfahren, daß ihre eigene Situation durch den Eintritt in das Caſtell viel kritiſcher geworden war, als ſie ſich je vorgeſtellt. Das Mädchen ſchloß ſeine Mittheilungen mit den Worten:

Bekäme Eskobadi eine Ahnung, daß Sennora mit Julius Mitleid fühlte, ſo wäre ſein Geiz nicht ſtark genug, ſeine Grauſamkeit zu beſiegen. Er ver⸗ ſtände ſich dann zu keiner Freilaſſung, böte Sennora als Löſegeld ſo viel ſie wollte. Auch hat Sennora ſich in Acht zu nehmen, daß nichis über ihre Lippen komme, was ihn reizt. Eskobadi iſt ſeit einiger Zeit voller