Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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Gedenkſt Du den Hügel bald zu kaufen?

Dieſe Frage verſcheuchte aus Julius' Geſichte plötzlich den Hohn, durch den ſeine Züge bisher ent⸗ ſtellt waren. Er wurde wieder ernſt und die Um⸗ wandlung ſtand ihm ſo wohl an, daß er in dieſem Augenblicke wirklich ſchön genannt werden konnte. Gedenkſt Du den Hügel bald zu kaufen? wiederholte Karl.

Nach längerm Zögern entgegnete Julius:

Du haſt recht mich daran zu erinnern daß ich, indem ich Deine Träumerei beſpöttelte, faſt Gefahr lief, Dich an Schwärmerei noch zu übertreffen. Zum Kaufen gehört vor Allem Geld und wir Beide ſind ja zur Zeit noch ſo arm wie zwei ausgehungerte Kirchenmäuſe. Du haſt Dein bischen älterliches Vermögen in Deine ſogenannte höhere Ausbildung hineingeſteckt und ich, der ich ein älterliches Erbtheil nie beſaß, konnte aus meinem Commis⸗Stand bis zur Stunde noch wenig

mehr herauspreſſen als meine Exiſtenz. Drum heißt's: abwarten und verdienen! Komm, bei einem Glaſe

Wein jetzt ein Geſchäft abzuwickeln, das Dir Gewinn verſpricht!

Beide erhoben ſich und wanderten ſchweigend hinter einander über den Hügel hinab. In der Ebene ſchlugen ſie den ſchmalen Pfad ein, der längs des

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