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all Deinen gelahrten Alfanzereien noch keine Ahnung zu haben ſcheinſt.“
„Haſt Du vielleicht bei Deinem Privatſtudium gar die Entdeckung gemacht, daß die Menſchheit von jeher im Materialismus verſunken war?“ warf Karl mehr geringſchätzend als neugierig ein.
„Nenne den Abgott, dem unſer Geſchlecht ſeit Adams Tagen nachjagt, wie Du willſt! Ob es ſich in den Materialismus, ob in den Spiritualismus, ob in Religionsſchwärmereien oder in romantiſche Ritter⸗ fahrten verſenkte,— es ſtrebte ſtets nur diejenigen Eingebungen zu verwirklichen, welche ihm nach den Begriffen des Zeitalters die angenehmſten Empfindungen bereiteten.“
„Das alſo iſt Deine aus der Geſchichte gezogene
Weisheit? Du hälſt die Menſchen im Allgemeinen für
Geſchöpfe, die nur den angenehmen Empfindungen nachjagen und von jeher den einzigen oder mindeſtens den höchſten Zweck des Lebens in der Befriedigung ihrer ſubjectiven Neigungen erkannten?“
„Allerdings.“
„Worin unterſcheidet ſich denn nach Deiner Anſicht die Menſchheit von der Thierwelt 20
Julius zuckte die Achſeln und ſchwieg.
„Worin?“ wiederholte Karl.


