Teil eines Werkes 
1. Band (1871)
Entstehung
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die Weltgeſchichte ſtudirt, ſchloß Karl und wendete ſich ärgerlich ab.

Julius lachte noch lauter auf. Beide ſchwiegen. Nach einiger Zeit jedoch nahm jener das Geſpräch wieder auf:

So ſeid Ihr Stubengelehrten, Einer wie der Andere! Wenn Ihr auf eine praktiſche Lebenswahrheit, die zu Eurem gelehrten Kram nicht paßt, keine Ant⸗ wort wißt, ſo verſchanzt Ihr Euch hochnaſig hinter Eure Gelahrtheit und werft unſer Einem Ignoranz vor. Ja, verſtändet Ihr aus dem Wirrwarr der Ge⸗ ſchichte in Wahrheit die Goldkörner herauszufiſchen und uns Laien des Wiſſens dieſelben vorzulegen, dann viel⸗ leicht hättet Ihr das Recht, Euch gegen uns materielle Goldwühler aufzublähen wie der Froſch in der Fabel.

So aber hat die Routine der C Geſchäftsleute all Euren Bücherkram längſt überholt. Ich bin nicht, wie Du, anderthalb Jahrzehnte lang auf den Gymnaſial⸗ und Univerſitätsbänken herumgerutſcht; ich beſitze alſo kein Privilegium, mich für einen unfehlbaren Apoſtel der Weisheit auszugeben. Während an Deine höhere

Ausbildung Tauſende verſchwendet wurden, mußte ich als Commis in einem Kramladen mir den Unterhalt mühſam erwerben. Dennoch könnte ich Dir über die

Weltgeſchichte ein Licht anzünden, von welchem Du mit