Jahrgang 
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zu verſuchen. Er gab das Spiel verloren, und zog ſich mit ſeinen Gomeren, von Gram und Wuth erfüllt, zu⸗ rück, doch vertraute er dem Geſchick, es werde ihm künf⸗ tig noch Rache vergönnen.

Die erſte Sorge des guten Marquis von Cadir, als er in Ronda einzog, war, ſeine unglücklichen Waffenbrü⸗ der aus den Kerkern der Feſte zu befreien. Welche Ver⸗ änderung in ihren Zügen ſeit der Zeit, wo ſie von Ge⸗ ſundheit und Hoffnung glühend und in kriegeriſchem Ge⸗ pränge zu dem Bergzug ausgerückt waren. Viele waren faſt nackt; Eiſen an den Knöcheln, Bärte, die ihnen über die Bruſt herabfielen.

Ihr Zuſammentreffen mit dem Marquis war freudig, doch hatte es den Anſtrich des Jammers, denn ihre Freude war gemiſcht mit mancher bitteren Rückerinnerung. Es fand ſich auch noch eine ſehr große Menge andrer Ge⸗ fangenen, unter denen man mehrere Jünglinge aus den vornehmſten Geſchlechtern bemerkte, welche aus kindlicher Liebe ſich an die Stelle ihrer Väter zu Gefangnen über⸗ geben hatten.

Dieſe Eingekerkerten wurden alle mit Maulthieren verſehen, und zur Königin nach Cordova geſchickt. Das menſchenfreundliche Herz Iſabellens zerſchmolz bei dem Anblick dieſes traurigen Zugs. Sie wurden alle von ihr mit Nahrung und Kleidern verſehen, und ihnen Geld ausbezahlt, um die Koſten auf ihrer Heimreiſe beſtreiten zu können.

Ihre Ketten hing man als fromme Trophäen auſſen