Jahrgang 
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den ſchwächſten Theil des Lagers her, um zu verſuchen durchzubrechen und die Stadt zu gewinnen.

Das Lager war zu feſt, um geſprengt zu werden; ſie wurden auf die Klippen der Berge zurückgetrieben, von wo ſie ſich durch Schauer von Steinen und Wurſſpießen, die ſie auf ihre Verfolger herabſchleuderten, zu vertheidi⸗ gen vermochten.

Jetzt zündete Hamet Lärmfeuer auf den Höhen rings um an; zu ſeiner Fahne eilten die umwohnenden Berg⸗ völker und Truppen aus Malaga. So verſtärkt, machte er wiederholte Anfälle auf die Chriſten, und ſchnitt alles ab, was ſich vom Lager entfernte. All ſeine Bemühun⸗ gen jedoch, ſich einen Weg in die Stadt zu erzwingen, waren fruchtlos. Viele ſeiner Tapferſten wurden erſchla⸗ gen, und er genöthigt, ſich in die Feſten der Berge zu⸗ rückzuziehn.

Mittlerweile nahm die Noth in Ronda mit jeder Stunde zu. Nachdem ſich der Marquis von Cadix in Beſitz der Vorſtädte geſetzt, konnte er ſich bis an den Fuß des ſenkrechten Abhangs nähern, welcher ſich aus dem Strome erhob, und auf deſſen Gipfel die Stadt er⸗ baut iſt.

Am Fuß dieſes Felſen iſt eine lebendige Quelle klaren Waſſers, das in ein großes, natürliches Becken, hinein⸗ fällt. Ein geheimer, unterirdiſcher Gang fuͤhrte von der Stadt her mehrere hundert in den Felſen gehauene Stu⸗ fen hinunter zu dieſer Quelle. Von hieraus erhielt die Stadt hauptſächlich ihr Waſſer, und die Stufen waren

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