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Bruſt, als ſie die unberathenen Frauen von Zahara mit ihren Kindern, die in ihren Armen ſtarben, erblickten. Ueberall miſchten ſich Klagtöne über die Leidenden mit Verwünſchungen über die Rohheit des Königs. Die Vor⸗ kehrungen zu Feſtlichkeiten wurden vernachläßigt, und die Speiſen, welche die Sieger hatten erquicken ſollen, unter die Gefangenen vertheilt.
Die Vornehmen und Fakis aber eilten nach Alham⸗ bra, dem König Glück zu wünſchen; denn welche Stürme auch immer in den niedern Regionen der Geſellſchaft wü⸗ then mögen, ſelten ſteigen Wolken, wenn nicht etwa Weih⸗ rauch⸗Wolken, zu der hehren Höhe des Throns. In dieſem Augenblick aber erhob ſich eine Stimme mitten aus dem unterthänigen Haufen, und ſchlug, wie Donner, an die Ohren Aben Haſſan's.« Weh, Weh, Wehe Gra⸗ nada,» rief die Stimme, aſeine Stunde der Vernich⸗ kung naht! Zahara's Trümmer werden auf unſre Häup⸗ ter fallen; mein Geiſt ſagt's mir, das Ende unſers Reichs iſt dal» Alle bebten entſetzt zurück, und ließen den Ver⸗ künder des Unglücks allein in der Mitte der Halle. Es war ein alter, grauer Mann, in dem groben Anzug ei⸗ nes Derwiſches. Das Alter hatte ſeine Geſtalt zerſtört, ohne das Feuer ſeines Geiſtes zu tilgen, das in trauren⸗ dem Glanze aus ſeinen Augen ſprühte. Er war, ſagen die Arabiſchen Geſchichtſchreiber, einer jener heiligen Män⸗ ner, die man Santon nennt, welche ihr Leben in Ein⸗ ſideleien mit Faſten, Betrachtungen und Gebet zubringen, bis ſie zur Reinheit der Heiligen zum Sehergeiſt der Pro⸗


