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lichen Platze zu verſammeln hieß. Hier wurden ſie don Soldaten umgeben, und ſtreng bis zu Tagesanbruch be⸗ wacht. Als der Tag dämmerte, bot dieſe einſt glückliche Gemeinde einen traurigen Anblick dar; ſie hatten ſich in friedlicher Sicherheit zur Ruhe niedergelegt, nun waren ſie zuſammengetrieben, ohne Unterſchied des Alters, Stan⸗ des oder Geſchlechts, und faſt ohne Hülle bei der Strenge eines winterlichen Sturms. Der ſtolze Muley Aben Haſſan war taub für all ihre Bitten und Vorſtellungen, und hieß ſie gefangen nach Granada abführen. Nachdem er eine ſtarke Beſatzung in Stadt und Feſte mit dem Befehl zurückgelaſſen, ſie in vollkommnen Vertheidigungs⸗ zuſtand zu ſetzen, kehrte er ſiegestrunken in ſeine Haupt⸗ ſtadt zurück. Er hielt ſeinen Einzug an der Spitze ſei⸗ ner mit Beute beladenen Truppen, und führte triumphi⸗ rend die zu Zahara genommenen Standarten und Fahnen mit ſich fort.
Während Vorkehrungen zu Tourniren und andern Feſtlichkeiten zu Ehren dieſes Siegs über die Chriſten getroffen wurden, langten die Gefangenen von Zahara an; ein unglücklicher Zug Männer, Weiber und Kinder, erſchöpft vor Müdigkeit und voll wilder Verzweiflung. Wie Vieh trieb eine Abtheilung mauriſcher Soldaten ſie in die Stadtthore.
Tief war der Gram und Unwille des Volks von Granada über dieſen greuelvollen Aufzug. Greiſe, welche die Noth des Kriegs erfahren, ſahen kommende Verwir⸗ rung voraus. Mütter drückten ihre Säuglinge an die


