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ſchritten. Als das Ungewitter die Wache don ihrem Poſten ſtieß, und um Thurm und Zinne heulte, hatten die Mauren ihre Sturmleitern aufgepflanzt, und waren ruhig in Stadt und Feſte geſtiegen. Die Beſatzung ahnte keine Gefahr, bis Kampf und Mord in den Maueru ſelbſt losbrach. Es ſchien den erſchrocknen Einwohnern, als wenn die Geiſter der Luft auf den Flügeln des Win⸗ des gekommen und ſich in Beſitz geſetzt von Thurm und Zinne. Das Kriegsgeſchrei ertönte auf jeder Seite, Ruf folgte auf Ruf, oben, unten, auf den Bollwerken des Ca⸗ ſtells, in den Straßen der Stadt. Der Feind war überall, in Dunkel gekleidet, aber mit Huͤlfe übereinge⸗ kommener Zeichen in Uebereinſtimmung handelnd. Auf⸗ ſchreckend vom Schlaf wurden die Soldaten aufgefangen und niedergehauen, wie ſie aus ihren Wohnungen her⸗ ausſtürzten, oder wenn ſie entkamen, wußten ſie nicht, wo ſich zu ſammeln, wohin ihre Streiche zu führen. Wo Licht ſich zeigte, war der blitzende Säbel an ſeinem töd⸗ tenden Werk, und alle, welche Widerſtand verſuchten, ſielen unter ſeiner Schärfe.
Bald hatte das Ringen ein Ende. Was nicht er⸗ ſchlagen wurde, floh in das Innerſte der Häuſer oder gab ſich gefangen. Das Waffengeklirr hörte auf, doch das Unwetter ſetzte ſein Heulen fort, in das ſich zu Zeiten das Jauchzen der Mauriſchen Soldateſke miſchte, die Beute ſuchend herumſchwärmte. Während die Einwohner fuͤr ihr Leben zitterten, ertönte eine Trompete durch die Straßen, welche ſie alle unbewaſſnet ſich auf dem öffent⸗


