Jahrgang 
1
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Viertes Kapitel.

Zug Muley's Aben Haſſan gegen die Feſte Zahara.

Es war im Jahr unſers Herrn Ein Tauſend Vier Hundert Ein und Achtzig und nur eine oder zwei Nächte nach dem Feſte der ſegensreichen Geburt, als Muley Aben Haſſan ſeinen berühmten Angriff auf Zahara machte. Die Einwohner des Orts waren in tiefen Schlaf verſenkt, ſelbſt die Wachen hatten ihren Poſten verlaſſen, und ſuch⸗ ten Schutz vor einem Sturm, der drei Nächte nach ein⸗ ander gewüthet; denn es ſchien nicht ſehr wahrſcheinlich, daß ein Feind während eines ſolchen Aufruhrs der Ele⸗ mente aus ſeyn würde. Aber böfe Geiſter wirken um beſten im Unwetter, bemerkt der würdige Antonio Agͤa⸗ pida, und Muley Aben Haſſan fand ſolch eine Zeit für die paſſendſte zu ſeinen teufliſchen Anſchlägen. Mitten in der Nacht entſtand in den Mauern Zahara's ein ſchreck⸗ licherer Aufruhr als ſelbſt das Wüthen des Sturms. Ein furchtbares Lärmgeſchrei: der Maure! der Maure! er⸗ 6 ſchallte durch die Straßen, miſchte ſich mit dem Klang⸗ der Waffen, dem Gerufe der Augſt, dem Jauchzen des 4 Siegs. Muley Aben Haſſan war an der Spitze einer großen Macht von Granada aufgebrochen, und hatte un⸗ bemerkt die Berge in der Dunkelheit des Sturms über⸗