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Vertheidigungsmittel. Er hatte während einer ruhigen Regierung große Schätze aufgehäuft, die Schutzwehren ſeines Reichs verſtärkt, und große Hülfsmacht aus der Barbarei gezogen, außerdem aber Verträge mit den Afri⸗ kaniſchen Fürſten gemacht, ihn im Fall der Noth zu unterſtützen. Seine Unterthanen waren voll kühnen Muths, beherzt und tapfer. In den Uebungen des Kriegs erzo⸗ gen, konnten ſie geſchickt zu Fuß fechten, aber vor allem waren ſie behende Reiter, ſchwer bewaffnet und in voller Rüſtung ſowohl, als leicht beritten, a la geneta, mit bloſer Lanze und Tartſche. Sie litten geduldig Ermü⸗ dung, Hunger, Durſt und Blöße, waren bereit zum Krieg beim erſten Aufruf ihres Königs, und hartnäckig in Ver⸗ theidigung ihrer Städte und Beſitzungen.
So reichlich auf den Krieg vorgeſehen, beſchloß Ma⸗ ley Aben Haſſan, dem klugen Ferdinand zuvorzukommen und zuerſt den Streich zu führen. In dem Waffenſtill⸗ ſtand, der zwiſchen beiden beſtand, fand ſich eine ſeltſame Clanſel, welche jedem Theil erlaubte, plötzliche Anfälle und Angriffe auf Städte und Feſten zu machen, voraus⸗ geſetzt, daß ſie heimlich und mit Kriegsliſt, ohne Aus⸗ breitung der Fahnen oder Trompetenklang und regelmäßi⸗ ger Lagerung geſchähen, und nicht über drei Tage dauer⸗ ten.(Zurita, Annles de Arragon, XX, 41. Mariana, Hist. de Espana, XXV, 1.) Dieß gab Veranlaſſung zu häufigen Unternehmungen ſchwieriger, kühner Art, wo⸗ rin Feſten und Schutzwehren durch Ueberraſchung genom⸗ men, und mit dem Schwert in der Hand behauptet wur⸗


