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ſie nicht zu dieſer Zeit in einen Krieg mit Portugal und in Zwiſt mit ihren eignen rebelliſchen Baronen verwickelt worden. Deßwegen ließ man den Waffenſtillſtand, wel⸗ cher ſo viele Jahre zwiſchen den Nationen beſtanden hatte, noch fortdauern, und der kluge Ferdinand behielt ſich die Weigerung, den Tribut zu bezahlen, als einen guten Vorwand zum Krieg, bis zu dem Augenblick vor, wo er ihn mit Vortheil beginnen könnte.
Nach drei Jahren war der Krieg mit Portugal been⸗ det und die Faktionen unter den ſpaniſchen Baronen größ⸗ tentheils unterdrückt. Die Caſtilianiſchen Könige wand⸗ ten nun ihre Gedanken auf das, was ſeit der Vereini⸗ gung ihrer Kronen das große Ziel ihres Ehrgeizes gewe⸗ ſen, auf die Eroberung Granada's und die vollſtändige Vernichtung der Mauriſchen Macht in Spanien. Ferdi⸗ nand, deſſen frommer Eifer durch Beweggründe weltlicher Klugheit angefeuert wurde, ſah mit verlangendem Auge auf das reiche Gebiet des Mauren, das mit zahlloſen Feſten und Städten überſäet war. Er beſchloß den Krieg mit vorſichtiger, ausdauernder Geduld zu führen, eine Stadt, eine Feſte nach der andern zu nehmen und all⸗ mählig alle Stützen wegzuräumen, ehe er die Mauriſche Hauptſtadt angteife. Ich will die Kerne dieſes Granat⸗ apfels, einen nach dem andern herauspicken„ ſagte der liſtige Ferdinand.(Granada iſt das ſpaniſche Wort für Granatapfel.)
Muley Aben Haſſan ahnte die feindlichen Abſichten des katholiſchen Herrſchers, aber er vertraute auf ſeine


