Jahrgang 
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zu unſrer gebenedeiten Frauen, ihm eine Gelegenheit zu verleihen, ihre unbefleckte Empfängniß auf dem Haupte dieſes beturbanten Ungläubigen zu erweiſen.*

Trotz dieſes Vorfalls wurde Don Juan de Vera mit großer Auszeichnung von Muley Aben Haſſan behandelt, aber nichts konnte ihn ſeiner ernſten, ſtattlichen Zurückge⸗ haltenheit abtrünnig machen. Vor ſeiner Abreiſe ward ihm von dem König ein Säbel geſchickt; die Klinge vom feinſten Damaſcener Stahl, der Griff von Agat, mit Edelſteinen beſetzt und das Gehänge von Gold. De Vera zog ihn, und lächelte bitter, als er die bewunde⸗ rungswürdige Härtung der Klinge gewahrte. Se Ma⸗ jeſtät hat mir eine ſchneidende Waffe gegeben,nv ſagte er, aich hoffe, eine Zeit wird kommen, wo ich zeigen kann, daß ich das königliche Geſchenk zu gebrauchen weiß.» Dieſe Worte wurden als eine Artigkeit ausgelegt, die Umſtehenden merkten wenig von der bittern Feindſchaft, die darin lag.

Don Juan de Vera und ſeine Begleiter erforſchten während ihres kurzen Aufenthalts zu Granada als er⸗ fahrne Kriegsleute die Stärke und Lage des Mauren⸗

*) Der Aufſeher über die Palläſte gedenkt auch dieſer Anek⸗ dote, aber er erwähnt ihrer, als wenn ſie bei einer ſpä⸗ tern Getegenheit vorgefalten, als Don Juan de Vera wegen Unterhandlung über gewiſſe chriſtliche Gefangene geſandt ward. Wir haben jedoch allen Grund, Bruder Antonio Agavida, in Hinſicht der Zeit, wohin er ſie

ſetzt, zu folgen.