Jahrgang 
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Sie ſahen, daß er auf Feindſeligkeiten wohl vorbereitet war. Seine Wälle und Thürme waren von großer Fe⸗ ſtigkeit, in vollkommnem Zuſtand, und mit Donnerbüch⸗ ſen und anderm ſchweren Geſchütz verſehen. Seine Von rathshäuſer waren wohl ausgeſtattet mit allem Kriegsbe darf, er hatte ein mächtiges Heer Fußvolk nebſt Reutey geſchwader, bereit das Land zu durchziehen, und abweh⸗ renden oder Raub⸗Krieg zu führen. Die chriſtlichen Krie⸗ ger bemerkten dieß ohne Beſorgniß, ihre Herzen wurden dielmehr von Nacheiferung bei dem Gedanken entflammt, auf einen ſo würdigen Feind zu treffen. Als ſie bei ih⸗ rer Abreiſe langſam durch die Straßen Granada's hin⸗ ritten, ſahen ſie eifrig ringsum auf ſeine ſtattlichen Pab⸗ läſte und prachtvolle Moſcheen, auf ſeine Alcayceria oder Bazars, die mit Seide und ſilbernen und goldnen Tir chern, mit Juwelen und Edelſteinen, und andern reichen Waaren, den Ueppigkeiten aller Climate, angefüllt waren; ſie verlangten nach der Zeit, wo all dieſer Reichthum die Beute der Krieger des Glaubens werden, und die Hufe ihrer Roſſe im Blut und Mord der Un⸗ gläubigen ſich baden ſollten.

Don Juan de Vera und ſein kleiner Haufe ſetzten ihren Weg langſam durch das Land nach der chriſtlichen Grenze fort. Jede Stadt war ſtark befeſtigt; das platte Land mit Zufluchtsthürmen für die Landleute überſäet, jeder Bergpaß hatte ſein Vertheidigungsſchloß, jede luf⸗ tige Anhöhe ihre Warthe. Wenn die chriſtlichen Ritter unter den Wäͤllen der Feſten hinſchritten, blitzten Bas

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