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der Ungläubigen unter der Bedingung gelaſſen worden, daß dem Beherrſcher von Caſtilien und Leon ein jähr⸗ licher Tribut von zwei tauſend Doblas oder Goldpiſto⸗ len bezahlt, und ſechszehn hundert chriſtliche Gefangene oder in deren Ermangelung eine gleiche Anzahl Mauren als Sklaven übergeben würden, welches alles in Cordova abgeliefert werden ſollte.(Garibay, Compenqd. lib. IV, c. 25.)
Zur Zeit, wo dieſe Chronik beginnt, herrſchten Fer⸗ dinand und Jſabella, glorreichen und glücklichen Anden⸗ kens, über das vereinigte Königreich Caſtilten, Leon und Arragonien, und Muley Aben Haſſan ſaß auf dem Throne von Granada.
Dieſer Muley Aben Haſſan war ſeinem Vater Iſmael 1465 nachgefolgt, während Heinrich IV, der Bruder und unmittelbare Vorgänger der Königin Iſabelle, König von Caſtilien und Leon war. Er ſtammte aus dem hohen Ge⸗ ſchlechte Muhameds Aben Alamar, des erſten Mauriſchen Königs von Granada, und war der mächtigſte ſeiner Linie. Er hatte ſeine Macht durch den Fall anderer Mauriſchen Reiche vermehrt, die von den Chriſten erobert worden. Viele Städte und feſte Plätze der Reiche, welche Granada nahe lagen, hatten ſich geweigert, chriſt⸗ lichen Lehnsherrn ſich zu unterwerfen, und ſich unter den Schutz Muley Aben Haſſan's geflüchtet. Sein Gebiet hatte ſo an Reichthum, Ausdehnung und Bevölkerung beiſpiellos gewonnen und enthielt vierzesn Städte und ſieben und neunzig Feſten, die zahlreichen, mit Wällen


