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(Zurita, fib. XX, c. 42.) Sicher ward nie ein Gebäude in höherem Styl roher Pracht vollendet, und der Fremde, welcher noch heut zu Tage durch ſeine ſchweigenden, ver⸗ laſſenen Höfe und verfallenen Hallen wandelt, ſchaut mit Verwunderung auf ſeine vergoldeten, gerieften Kuppeln, ſeinen verſchwenderiſchen Schmuck, der noch Glanz und Schönheit, den Verwüſtungen der Zeit zum Trotz, zu⸗ rückbehalten hat.
Dem Hügel, worauf Alhambra ſtand, gegenüber war der andere, verbrüderte Hügel, auf deſſen Gipfel eine ge⸗ räumige Ebene war, mit Häuſern bedeckt, mit Wohnern gefüllt. Er ward von einer Feſte, Alcazaba, beherrſcht. Die Abhänge und Ränder dieſer Hügel waren mit Häu⸗ ſer, an der Zahl ſiebzigtauſend, beſetzt, die durch enge Straßen und kleine Plätze, nach der Sitte mauriſcher Städte, getrennt wurden. Die Häuſer hatten im Innern Höfe und Gärten, von Springbrunnen und rieſelnden Bächen erfriſcht, mit Orangen, Citronen und Granat⸗ äpfeln beſetzt, ſo daß, da die Gebäude der Stadt an den Seiten des Hügels eins über das andere hinausrag⸗ ten, ſie einen Anblick, halb Stadt, halb Hain darboten, lieblich anzuſehen. Das Ganze war mit hohen Mauern umgeben, drei Meilen im Umkreis, mit zwölf Thoren, und geſchirmt durch tauſend und dreißig Thürme. Die hohe Lage der Stadt und die Nähe der Sierra Ne⸗ vada, die beſtändiger Schnee krönte, mäßigte die flam⸗ menden Strahlen der Sonne, und ſo, während andere Städte unter der ſchwülen, ſtechenden Hitze der Hunds⸗


