Jahrgang 
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nes Symbol heidniſchen Greuels, in den Staub getreten ward, und das geſegnete Kreuz, der Baum unſrer Erlö⸗ ſung, an ſeiner Statt ſich erhob.

Mehr als achthundert Jahre waren vergangen und vorüber, ſeit die arabiſchen Eroberer den Untergang Spa⸗ wiens durch die Niederlage Don Rodericks, des letzten ſeiner gothiſchen Könige, beſiegelten. Seit dieſer unſeli⸗ gen Begebenheit war Königreich nach Königreich allmäh⸗ lig von den chriſtlichen Fürſten wiedererworben worden, bis das einzige aber mächtige Gebiet von Granada allein noch der Herrſchaft der Mauren übrig blieb.

Dieſes berühmte Reich war in dem ſüdlichen Theil Spaniens gelegen, vom mittelländiſchen Meer begrenzt, und von der Landſeite durch hochragende, ſteile Berge vertheidigt, welche in ihren Armen tiefe, reiche, grünende Thäler einſchloſſen, wo die Dürre der umgebenden An⸗ höhen durch üppige Fruchtbarkeit vergolten w»d.

Die Stadt Granada lag is dem Mittelpunkte des Reichs, geborgen gleichſam in dem Schooße der Sierra Nevada, oder Schnee⸗Gebirgskette. Sie bedeckte zwei hohe Hügel, und ein tiefes Thal, das dieſe trennt, und von dem Darro durchſtrömt wird. Einer dieſer Hügel wurde von dem königlichen Pallaſte und der Feſte Alham⸗ bra begrenzt, die wohl vierzig Tauſende in ihren Wällen und Thürmen zu faſſen vermag. Es geht eine Mauriſche Sage, daß der König, der dieſe mächtigen Maſſen baute, erfahren war in verborgener Wiſſenſchaft, und durch Alchymie ſich das Gold und Silber dazu verſchaffte,