Erſtes Kapitel.
Von dem Königreich Grauada, und dem Tribut, den es der Caſtiliſchen Krone bezahlte.
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Die Geſchichte jener verzweifelten, blutigen Kriege, be⸗ merkt Bruder Antonio Agapida, welche die Welt mit Lärm und Staunen erfüllt, und das Schickſal mächtiger Reiche beſtimmt haben, iſt immer als ein würdiger Stoff für die Feder des Philoſophen und das Studium des Weiſen angeſehen werden. Wie vielmehr muß dieß bei der Geſchichte eines heiligen Kriegs oder beſſer eines from⸗ men Kreuzzugs der Fall ſeyn, der von dem katholiſchſten aller Monarchen für die Wiederherſtellung des Lichtes des wahren Glaubens in einer der ſchönſten, aber von Nacht umfangenen Gegend des Erdkreiſes unternommen ward? Hört denn, aus der Einſamkeit meiner Zelle erzähl' ich die Begebenheiten der Eroberung Grana⸗ da's, wo chriſtliche Ritter und beturbante Ungläubige, Mann gegen Mann ſich jeden Fuß breit von dem ſchönen Lande Andaluſien ſtreitig machten, bis der Halbmond, ie⸗


