Jahrgang 
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den gekommen, die ſich hier aus dem Buſchwerk, von den Hügeln und den drei Windmühlen herab um die Wirth⸗ ſchaftsgebäude verſammelten. Warum wendeſt du ſo raſch um? fragte William.

Es kam uns ein junges Frauenzimmer entgegen, das ich kenne, antwortete der Graf, und dem ich nicht begeg⸗ nen möchte. Eine gewiſſe Roſalie, von großer Schönheit und wunderſamen Talenten. Sie hat ſich einige Wochen in unſerm Hauſe aufgehalten, und ich geſtehe dir, Freund, daß ich mit ihr in einer Verbindung geſtanden, die mich ſchmerzt. Sie ging eben am Arme eines Mannes. Wie lieb wäre es mir, wenn ſie mich vergeſſen hätte!

Weiß ſie deine Verlobung mit Eliſabeth Vernon? fragte William.

O ja wohl! verſetzte der Graf. Sie hat mir an unſerm Verlobungstage keinen geringen Schreck gemacht, die Tollkühne. Es iſt ein wunderbarer Zauber um das Geſchöpf, und wirſt du es glauben? es war ein Augenblick, da ich nahe daran war, ſie meiner Eliſabeth vorzuziehen, gegen die ich mich damals noch nicht erklärt hatte. Aber ich nahm noch zur rechten Zeit wahr, daß ihre ganze Eriſtenz eine lügenhafte iſt, ihre Abkunft, ihre Schickſale, ihr Unglück, Alles erdichtet. Von dieſem Augenblicke an fühlte ich mich bei ihren Reizen und Ta⸗ lenten, wie in einem Zaubergebiet, ſeltſam beängſtigt. Ich glaubte neben ihr auf purpurnen Wolken zu ruhen, aber nicht leicht, wie ein Gott, ſondern ſterblich ſchwer. Und wenn plötzlich die Wolke zerrann, wer konnte mir ſagen, in welchen Abgrund ich ſtürzte? Ich liebe gewiß Poeſie; aber leben mag ich keine. Ich halte es mit Dich⸗