Jahrgang 
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dachte im Stillen ſchon an Eſſex und an ſeine Gunſt, und ſieh', da kommt mir und meinen blöden Wuünſchen ſeine ausgelaſſene Laune entgegen! Siehſt du, ſo häkeln ſich die Ereigniſſe und die Gedanken der Menſchen an⸗ einander: der ſtolze Graf muß von ſeiner Königin eine Ohrfeige bekommen, um nun in unaufhörlichem Ohren⸗ zwange auch mich ſcherzend beim Ohre zu faſſen, und da⸗ durch vielleicht meinem niedern Geſchick eine Wendung zu geben.

Southampton lächelte gedankenvoll. Alſo auf Ver⸗ mählung iſt es abgeſehen? ſagte er endlich.

Ja, mein theurer Freund! rief William. Ich könnte kein Glück mehr in meinem Leben finden, würde ich eines ſolchen Weſens nicht ganz theilhaftig, nicht auf ewig ver⸗ ſichert. Denn, verſtehe mich recht! Was ich dir ſagte, daß mir meine Geliebte ſei, mußt du in dem Sinne nehmen, daß ſie mir es noch werden ſoll. Nur die Che kann mich in die trunkenen Geheimniſſe einweihen, die hier noch hinter dem Schleier der Zucht und Sitte ruhen.

Southampton war ganz der Freund, um mit dem Freunde zu ſchwärmen. Dazu freute er ſich über das Vertrauen, welches ihm William heut zum erſten Mal zeigte. Denn in deſſen Erziehung und Erfahrungen lag es, daß er in herzlichen Mittheilungen ſich nicht leicht übereilte. Oder, um es richtiger zu ſagen, wenn William auch in ſeinen laufenden Stimmungen und Geſinnungen gemüthlich und ohne Rückhalt war und ſich in anmuthi⸗ gem Humor gab und gehen ließ: ſo lag doch in ſeiner Vergangenheit Manches, wie zum Beiſpiel ſein eheliches