Jahrgang 
1
Einzelbild herunterladen

*

S

ʒèç;· ·

20

wenn ich nicht vom Buche wegkommen konnte, oder zu⸗ weilen aufſprang, das Fenſter in den Park aufriß, und dachte, draußen ſtände mein dunkler Poet, er wär's, der in den brauſenden Eichen und Fichten athmete. Nun denkt Euch, Meiſter, wie überraſcht und erfreut ich war, als mir Oldys vorhin ſagte: Sir, dort unten ſteht der Dichter, der Eure Lieblingsſachen gemacht hat; man kennt ihn jetzt, er heißt William Shaxper.

Und plötzlich ſprang der Squire auf, pochte und rief in die lachende Geſellſchaft hinein: Ich erſuche euch, meine Freunde, eine Geſundheit mit mir zu trinken: Meiſter William, unſer ehrenwerther Gaſt, hoch! Glück und Liebe ſeinem ſchlagenden Herzen!

Alles drängte ſich mit vollen Kelchen zu dem Gaſte herbei⸗

Seht hierher, Sir! rief William. Eure Wünſche ſtehen ſchon in der Ernte: Glück und Liebe! Hier⸗ mit küßte er eine um die andere der ſchönſten Frauen, was einen jauchzenden Beifall erweckte.

So iſt es recht! rief der Edelmann. Ein Dichter muß ins tolle, luſtige Leben hineinranken; in der Freude reift er und wird ſüß, dann bleibt der Schmerz nicht aus, der ihn keltert. Ja, fuhr er leiſer fort, indem er William wieder neben ſich zog, ſo gedankenlos ſind die Menſchen, daß ſie den Wein der Poeſie ſchlürfen, ohne daran zu denken, welche heiße Tage ihn gezeitigt, welche Stöße des Schickſals ihn gekeltert, welche trübe, verzweif lungsvolle Stunden ihn abgeklärt haben. Wahrlich man ſollte den echten Dichter nicht anders leſen als mit einer Thräne an der Wimper. Und edle Seelen thun das

auch. Ihr werdet mich verſtehen, mein geſchätzter Freund?

B trauen Freund trüber I Cuer wir n die al uns aufgen geriſſe Gibfel an jer der C aufnel niſſe noch ſter,

Ja, und