Jahrgang 
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Q:

A

Phantaſie nicht verſchließen. Warum haſt du mich ſo verwöhnt?

Ich dich verwöhnt? lachte ſie auf. Mitgenoſſen haſt du es, wie der Hund die Knorpel unterm Tiſche der Gebieterin. Für meine Schweſter war es aufgetragen; der unglücklichen Roſalie, der kummervollen Seele ſang ich, erzählte ich. Für ſie war mein Spiel, und was ich vorlas; für ſie ſprangen die Sprudel meiner Phantaſie. Du haſt nur mitgetrunken. Bedanke dich und lebe wohl!

Wie ſie entſchloſſen ſich nach der Thüre wendete, faßte er ſie hart am Mantel, und gebot ihr mit dem barſche⸗ ſten Tone, zu bleiben. Deine Stelzen ſind noch keine Flügel, ſagte er. Ich habe noch einiges Intereſſe bei deinem Gehen. Wohin willſt du? Die Stadt iſt dir fremd, kaum in die nächſten Gaſſen haſt du geblickt. Wo⸗ von willſt du deinen Unterhalt beſtreiten, und wenn du überzuſchiffen denkſt, woher willſt du's nehmen? Leicht⸗ ſinnig biſt du; aber auf Gerathewohl in die Welt zu laufen, für ſo thöricht halte ich dich doch nicht. Willſt du dich vielleicht an die Königin Eliſabeth wenden und ihr von meinen hieſigen Geſchäften erzählen? Mit dei⸗ nen unſinnigen Vermuthungen dir ein Gnadenauskommen erkaufen? Du biſt Phantaſtin genug, der mistrauiſchen Regentin von einer neuen Verſchwörung der Katholiken, von einem geheimen ſpaniſchen Sendling, von Vergiftung, von tauſend Lügen und Jeſuiten zu erzählen. So denkſt du auf meine Gefahr hin dein Glück zu machen. Einen Plan haſt du gewiß, und du haſt mir eben deine Ge⸗ ſinnung zu ſehr verrathen, als daß ich Narr genug wäre, dich fort zu laſſen. Ja, wenn ich dir ſogar für jetzt

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