Die Baronin kehrte unerwartet fruͤh aus der Stadt zuruͤck. Eine Unruhe entſtand im Hauſe; denn die Haſt und das geſpannte We⸗ ſen der Herrin regte die Dienerſchaft auf. Die Leute ſprangen hin und her, als ob ſie mit der Gebieterin in gleichen Takt zu kommen ſuchten, oder auch, um durch raſche Bewegung dem un⸗ ſichern Wetterſchlag ihres Tadels zu entgehen. Angelika, das liebliche Kind, ſah ruhig, aber niedergeſchlagen aus, und fragte nach Veronika. Dieſe kam ſchon die Stiege herab. Auch der Baron eilte aus dem Garten herbei, wo er ſich von ſeiner traͤumeriſchen Stimmung nach und nach erquickt hatte.
Die Baronin warf ſich an ſeine Bruſt und rief aus: Ach, mein Guſtav! was hat ſich Trauriges begeben! Denke Dir, eben erhalte ich Briefe, mein Mann iſt todt!
Was? fuhr der Baron auf.


