einen Theil der Landſchaft mit ſeinen breiten Aeſten. Meine Frau will ihn aber durchaus nicht verlieren, weil ſeine Aepfel gewoͤhnlich ge⸗ rathen und ſie die Renetten liebt. Nun mag er denn noch laͤnger geduldet ſein um der Frucht willen, die er mir heut aus ſeinen Fruͤhlings⸗ zweigen zufallen ließ, Ihre Freundſchaft und Theilnahme, liebe Veronika!
Die Freundin war tief bewegt. Sie wollte es nicht merken laſſen und entfernte ſich wie zu einem haͤuslichen Geſchaͤft. Auf ihrem Zimmer aber, das von der Morgenſonne erhellt, von Reſeden auf dem Blumentiſchchen durchduftet war, fiel eine ſolche innere Heiterkeit in ihr Herz, ein ſolcher Frohmuth, daß ſie haͤtte auf⸗ jauchzen moͤgen. In ſolchen Stimmungen, und nur in ſolchen, pflegte ſie zu ſingen. Sie war grade fuͤr Muſik nicht ſonderlich begabt und hatte uch bei leidmuͤthiger Stimmung den gluͤcklichen Drang, ſich lieber durch Beſchaͤfti⸗


