Teil eines Werkes 
2. Theil (1832)
Entstehung
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man ſich ihrer doch nicht haben bedienen kän⸗ nen, denn Leipzig haͤtte gewiß jeder bedeu⸗ tenden bewaffneten Macht ſogleich den Ein⸗ gang verwehrt. Was man alſo unternehmen wollte, mußte mit dem Gefolge des Kaiſers und des Markgrafen unternommen werden, und man hielt es daher fuͤr kluger zu Liſt und Ver⸗ rath ſeine Zuflucht zu nehmen.

Einige Tage nach der beſchloſſenen Ueber⸗ rumpelung ließen die fuͤrſtlichen Herren dem Leipziger Rathe ihren Beſuch anſagen. Die vornehmſten Rathsherren und an ihrer Spitze die beiden Bruͤder Diethold, beeiferten ſich, nichts Arges ahnend, in aller Eile Anſtalten zu einem glanzenden Empfange ihrer vornehm⸗ ſten Gaͤſte zu treffen. Am zweiten Tage zogen die beiden Fuͤrſten mit einem zahlreichen ſtatt⸗ lichen Gefolge, von blendendem Glanze um⸗ geben, in die Thore Leipzigs ein. Auf dem Rathhauſe waren die vornehmſten und reichſten

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